Ohne störende Haare durch den Sommer
Wenn es im Sommer warm ist, zeigen Frauen gerne viel Haut. Dabei sind schön rasierte Beine heute nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Auch unter den Achseln und in der Bikinizone ist es selbstverständlich geworden, den natürlichen Wildwuchs einzudämmen. Selbst Männer greifen heute nicht mehr nur für den üblichen Bartwuchs zum Rasiermesser. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Haarentfernung, die wir heute einmal vorstellen möchten.
Die Rasur
Die Rasur mit einem Rasiermesser ist in Deutschland die traditionelle und am häufigsten gebrauchte Methode der Haarentfernung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Einwegrasier und Rasierschaum sind billig und die Rasur ist schnell erledigt. Allerdings hat diese Methode auch Nachteile: Da die Haare sehr schnell nachwachsen, müssen gerade die Beine alle paar Tage rasiert werden, damit sich keine unschönen Stoppeln zeigen. Dazu kommt die leichte Verletzungsgefahr durch die scharfe Rasierklinge und die Möglichkeit einer Follikulitis, einer Entzündung der Haarbälger.
Wer Beine und Achseln rasieren will, sollte dies am besten nach dem Duschen oder Baden tun, wenn die Haare weicher sind und sich leichter entfernen lassen.
Waxing / Sugaring
Das Entfernen der Haare mit Wachs ist eine recht schmerzhafte Angelegenheit, die dafür jedoch auch langfristigen Erfolg bringt: Da die Haare samt der Wurzeln ausgerissen werden, dauert es mehrere Wochen, bis sie nachgewachsen sind. Die nachwachsenden Haare sind zudem feiner und schwerer zu sehen. Eine neuere Alternative zur herkömmlichen Behandlung mit Wachs ist das sogenannte Sugaring, bei dem eine Paste aus Zucker verwendet wird. Der klebrige Zucker heftet sich an die Haare und reißt sie beim Entfernen der Paste heraus.
Da Waxing eine recht schmerzhafte Prozedur ist, empfiehlt es sich nur Hartgesottenen, sie bei sich selbst durchzuführen. Besser ist es, das Waxing oder Sugaring bei einer professionellen Kosmetikerin mit hochwertigen Geräten durchführen zu lassen.
Enthaarungscremes
Enthaarungscremes, auch Depiliercremes genannt, werden auf die Beine oder Achseln aufgetragen und später mit einem Plastikmesser oder einfach einem Tuch entfernt. Die Cremes enthalten chemische Stoffe, die die Haare teilweise auflösen oder von den Wurzeln lösen. Empfindliche Haut kann auf diese Chemikalien mit Rötungen oder Pickeln reagieren, daher sollte sie vor der ersten Anwendung zunächst auf einem kleinen Bereich der Haut ausprobiert werden. Dies gilt vor allem für empfindliche Körperstellen wie die Bikinzone.
Ein Vorteil der Depiliercremes ist natürlich, dass die Anwendung völlig schmerzfrei ist (sofern es nicht zu Hautirritationen kommt). Auch sind sie günstig in jeder Drogerie zu bekommen.
Elektrische Epilation
Bei der elektrischen Epilation wird jede einzelne Haarwurzel durch einen winzigen elektrischen Schlag zerstört, der durch eine dünne Nadel ausgeführt wird. Dies ist eine schmerzhafte und recht langwierige Prozedur, die nicht für jeden geeignet ist. Wer allerdings durchhält, wird mit einer dauerhaften Haarentfernung belohnt, da es mehrere Wochen dauert, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Wie beim Waxing sind die neu wachsenden Haare dann auch dünner und zarter und somit nicht so leicht zu sehen.
Die elektrische Epilation sollte abends durchgeführt werden, so dass sich Hautrötungen und -reizungen bis morgens wieder gelegt haben. Am besten funktioniert das Epilieren übrigens bei sehr kurzen Haaren, so dass längere Haare zunächst rasiert werden sollten.
Haarentfernung per Laser oder IPL
Eine Haarentfernung per Laser oder IPL (Intense Pulsed Light) ist im Gegensatz zu den bisher erwähnten Methoden eine dauerhafte Lösung. Bei der Laserbehandlung wird jede einzelne Haarwurzel gezielt verödet, so dass das Haar nicht mehr nachwachsen kann. Bei der IPL-Technik dagegen können größere Hautflächen auf einmal behandelt werden, so dass die Prozedur nicht so lange dauert.
Eine Laser- oder IPL-Behandlung kann nur bei ungebräunter Haut und dunklen Haaren durchgeführt werden, da sonst der Kontrast zwischen Haut und Haaren nicht groß genug ist um die Haarwurzeln eindeutig zu lokalisieren. Nach der Behandlung muss das Sonnenlicht mindestens einen Monat lang vermieden werden, so dass sie auf keinen Fall kurz vor dem Urlaub stattfinden sollte.
Eine Laser- oder IPL-Behandlung sollte nur von erfahrenen Dermatologen durchgeführt werden, um das Risiko möglicher Pigmentstörungen oder Narbenbildung zu minimieren. Bei vorhandenen Hauptproblemen wie Psoriasis darf diese Behandlung nicht durchgeführt werden.
©Foto: Fotolia/Kzenon
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