Bodycon: Mit der richtigen Kleidung schlank wirken
Das neue Jahr ist nun drei Woche alt und die üblichen Neujahrsvorsätze zum Abnehmen sind vermutlich gescheitert. Macht nichts, denn um im schicken Partyoutfit eine gute Figur zu machen, muss niemand wochenlang von Salat und Kohlsuppe leben: Der Trick heißt Bodycon. Der Name kommt der englischen Bezeichnung “Body Conscious” und bedeutet einerseits “körperbetont” aber andererseits auch “sich seines Körpers bewusst sein” – daran kommt niemand in diesen hautengen Kleidern vorbei, die dem Körper keine Chance geben, sich in Falten und weiten Schnitten zu verstecken. Bodycon-Kleider haben seit ihrem ersten Auftritt 2007 die Welt erobert und sind aus dem Kleiderschrank einer modebewussten jungen Frau nicht mehr wegzudenken.
Spötter nennen Bodycon Kleider auch den Wurst-in-Pelle-Look. Tatsächlich bestehen Bodycon-Kleider aus elastischem Material wie Spandex, das sich eng an den Körper schmiegt und überflüssige Pfunde an den Hüften oder am Bauch einfach wegdrückt. Der positive Effekt wird noch dadurch verstärkt, dass Bodycon-Kleider sehr häufig in Wickeloptik gestaltet sind und durch den raffinierten Schnitt noch mehr Pfunde wegmogeln. Auch eine geschickte Farbgestaltung hilft dabei, dem Körper eine wunderschöne “Eieruhrfigur” mit schmaler Taille zu zaubern.
Besondere Aufmerksamkeit erregte beispielsweise Superstar Kate Winslet, die gleich zweimal Bodycon-Kleider von Stella McCartney spazieren führte: Beim Filmfestival von Venedig im vergangenen Sommer erschien sie in einem weißen Kleid mit schwarzem Einsatz an den Seiten, bei der Premiere ihres letzten neuen Filmes “Gott des Gemetzels” in Paris in einem fast gleich aussehenden Kleid in Rot mit schwarzem Einsatz. Beide Male zauberte ihr das Kleid wunderschöne Kurven.
Auch bei dem Golden Globes waren am vergangenen Wochenende wieder zahlreiche Bodycon-Kleider zu sehen, so zum Beispiel an Cameron Diaz, die ein blaues Kleid mit schwarzem Spitzenbesatz an den Seiten trug und so ihre in den letzten Monaten antrainierte muskulöse Figur wieder kurviger und weiblicher wirken zu lassen (mit zweifelhaftem Erfolg). Die Golden Globes zeigen Bodycon-Kleider auch als hilfreiche Verstärker von üppigen Dekolletées, deren Rundungen das Material oft kurz vor der Sprengung stehen ließ. Den Vogel schoss Victoria’s Secret-Modell Miranda Kerr in einem traumhaften silbernen Kleid mit eingearbeitetem Blumenmuster ab.
Aber Achtung: Bodycon-Kleider sind nicht für jede Figur geeignet. Ideal sind sie für Frauen wie Kate Winslet, die insgesamt eine gute Figur haben, aber durchaus auch einige Pfund weniger auf die Waage bringen könnten. Dies sind wohl die meisten von uns. Wer jedoch echtes Übergewicht mitbringt, wird auch mit dem Bodycon nicht viel bewirken können, im Gegenteil: Hier entsteht dann wirklich der wenig schmeichelhafte Wurst-in-Pelle-Eindruck. Auch muss beachtet werden, dass ein Spandex-Kleid, das die Fettröllchen wegdrückt, diese nicht in Luft auflöst, sondern woanders hindrückt. Bei nur wenigen Pfunden werden diese glücklicherweise nach Innen gedrückt (ob sich dann noch atmen oder gar essen lässt, ist eine andere Frage), doch bei mehr Volumen wird dieses irgendwo anders am Körper wieder erscheinen und unglückliche Beulen aufwerfen.Aber auch zu dünne Frauen können sich mit Bodycon-Kleidern keine schönen Kurven zaubern. Da hilft nur gute Ernährung statt Dauerdiät und Sport treiben.
Übrigens: Nicht jeder muss wie Kate Winslet gleich zu Stella McCartney gehen und dreistellige Summen löhnen: Bodycon-Kleider sind längst auch im regulären Handel angekommen und in vielen Modeboutiquen und im Internet zu günstigen Preisen erhältlich. Da kann die nächste Party ja kommen.

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